Stefan Glowacz - Coast to Coast: Lebenszeichen nach dramatischer Etappe

Nach dramatischen Erlebnissen und große Hürden, gibt es endlich positive Neuigkeiten. Stefan Glowacz und sein Team haben Grönland von Westen nach Osten zu Fuß durchquert. Sie haben sicherlich mit einigen Schwierigkeiten und Herausforderungen gerechnet, aber ersten kommt es anders und zweitens, als man denkt. Genau dies haben auch die Abenteuer erfahren dürfen bzw. müssen. Bei -40°C und eisigem Wind konnten sie ihre geplante Route nicht immer wie geplant mit dem Kite zurück gelegen. Gerade der Aufstieg mit den vollen Schlitten auf über 3000 Höhenmetern hat den Extrem-Kletterern einiges abverlangt. Durch den ständigen Neuschnee und die immer kälter werdenden Temperaturen ist das Spuren extrem anstrengend. so kommen sie teilweise nur 20km an einem Tag vorwärts. Auch die täglichen Routinen und Aufgaben lassen sich nicht so einfach bewerkstelligen. Bei diesen Temperaturen friert einfach alles ein! So ist die Kommunikation mit den Daheimgebliebenen äußerst schwierig, da auch die Elektronikgeräte und die Akkus bei diesen Temperaturen streiken. Auch wenn das Team mit Eis und Schnee in Hülle und Fülle umgeben ist, das lebensnotwenige Wasser zum Waschen, Kochen und Trinken muss erst einmal aufwendig geschmolzen werden - extremere Bedingungen als am Nordpol! Deshalb hat auch nicht jeder ganz unversehrt diese Expedition überstanden. Die eisige Kälte hat bei einigen schwere Erfrierungen verursacht. Rohstoffe und Nahrungsmittel werden knapp und weit und breit sind nur Schnee und Eis in Sicht. Doch es gibt auch gut Tage an denen Stefan und seine Begleiter mit dem Kite über 120km bei besten Sichtbedingungen Zurücklegen. So sind sie zwar mit Verspätung an der Ostküste von Grönland angekommen und bereiten sich auf die Erstbegehungen vor.

Währenddessen warten sie auf die Santa Maria und die restliche Crew, die das Schiff von der West- an die Ostküste von Grönland bringen sollte. Auch diese Crew hatte mit dem Wetter zu kämpfen. Schlussendlich hat sich ein Crewmitglied so schwer verletzt, dass es die Expedition vorzeitig abbrechen musste und zurückgekehrt ist. 

 

Deshalb lässt Stefan Glowacz folgende Nachricht ausrichten:

"Sollte das Wetter in den nächsten Wochen mitspielen und wir die Rückreise nach Schottland mit der Santa Maria später als ursprünglich geplant antreten können, werden wir voraussichtlich leider nicht vor dem 20.10.2018 Schottland erreichen. Das hat zur Folge, dass ich bis zu diesem Datum alle Termine absagen muss. Darum möchte ich Sie um Verständnis bitten.

Expeditionsunternehmungen dieser Art obliegen vieler Einflüsse die wir leider nicht planen oder berücksichtigen können - und genau das ist es, was unsere Projekte so unglaublich spannend macht,  für die ich lebe und bereit bin alles zu geben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für die Zielerreichung dieses Projekts kämpfen und unseren Plan „Coast to Coast“ unbedingt erfüllen möchten."

Wir warten gespannt auf die nächsten Neuigkeiten von Stefan Glowacz und seinem Team und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg und eine entspannte Rückreise.

Quelle: Stefan Glowacz / Bild: Thomas Ulrich