ABORA IV - Neustart in Istanbul

Nach den umfangreichen Umbauten an der ABORA IV in Istanbul kann die Crew mit großer Freude verkünden, sie haben es geschafft. Alle Veränderungen an der Takelage bewiesen ihre volle Tauglichkeit auf dem Marmara Meer. Nun können sie wieder die Seitenschwerter am Bug zum Segeln am Wind einsetzen. Damit haben sie ein ganz anderes Schiff als bei deren Expeditionsstart in Varna.

Nach dem kurzen Schlepp aus der Kalamis Marina ging es am ersten Tag erst einmal mit südlichen Winden ziemlich lahm los. In den frühen Nachmittagsstunden setzte jedoch ein kräftiger Nordwind mit bis zu 19 kn Wind (5 bft) ein, der sie auf einem fantastischen Kurs nach Westen davon segeln ließ. Der zweite war dafür von wechselnden und weniger steten Winden aus unterschiedlichen Richtungen geprägt. Der neue Segeltrimm erlaubte ihen jedoch, immer Kurs in die gewünschte Richtung Westen zu halten. Zeit zum Rumdümpeln blieb ohnehin nicht, denn der neuen Gastgeber in Canakkale warten schon seit Wochen auf ihre Ankunft.

Der Weg durch den Bosporus und durch das Marmara Meer sieht auf der Landkarte gar nicht so weit aus. Aber die wechselnden Winde und Stärken erfordern auf einem früh-geschichtlichen Schilfsegler jedoch die volle Power und Konzentration der Crew. Anders als auf einem neuzeitlichen Lateinsegler muss man einen Rahsegler viel geschickter trimmen, um an das gewünschte Reiseziel zu kommen. So ließ auch das Marmara Meer das ABORA Team alle Höhen und Tiefen einer Seereise erleben. Das Meer der „großen Marmorsteinbrüche“ liegt nun hinter ihnen und das tolle Gefühl, sich wieder auf einem aktiven Segler über das Meer zu bewegen, sorgt bei allen für größte Freude.

Wer an der spannenden Exkurion virtuell teilnehmen möchte, kann per Trackingsystem mitsegeln.