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Segelbekleidung Trockenanzüge

Wenn Wasser und Außentemperaturen kälter werden, kommt es auf die passende Ausrüstung an. Mit einem Trockenanzug von Marinepool bleiben Sie auf dem Wasser auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig geschützt. So können sie sich auf die Zeit auf dem Wasser, das Training und die nächste Regatta konzentrieren.

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Trockenanzüge für zuverlässigen Schutz bei Nässe und Kälte

Ein Trockenanzug schützt beim Jollensegeln, Dinghy-Segeln und weiteren Wassersportarten wie Kiten, SUP und Windsurfen vor Wasser, Wind und Auskühlung. Unsere Trockenanzüge für Damen und Herren verbinden wasserdichte Materialien mit hoher Bewegungsfreiheit und ermöglichen es, die Wärme durch die Bekleidung darunter individuell an Temperatur und Aktivität anzupassen.

Wofür eignet sich ein Trockenanzug?

Ein Drysuit eignet sich vor allem für Wassersportarten, bei denen regelmäßig mit Spritzwasser, Gischt oder vollständigem Wasserkontakt gerechnet werden muss. Anders als klassisches Ölzeug aus Segeljacke und Segelhosse bildet der Trockenanzug einen nahezu vollständig geschlossenen Schutzanzug. Wasserdichte Materialien, versiegelte Nähte, spezielle Manschetten und wasserdichte Reißverschlüsse sorgen dafür, dass die darunter getragene Bekleidung möglichst trocken bleibt.

Unsere Trockenanzüge für Damen und Herren sind besonders für das Jollen- und Dinghy-Segeln ausgelegt, eignen sich aber genau so gut zum Kiten, SUP, Windsurfen oder für andere Wassersportarten. Hier bewegen sich Sportler nah an der Wasseroberfläche und kommen deutlich häufiger mit Wasser in Kontakt als beispielsweise auf einer größeren Yacht. Auch eine Kenterung gehört beim sportlichen Jollensegeln dazu. 

Ob ein Trockenanzug sinnvoll ist, sollte nicht allein von der Außentemperatur abhängig gemacht werden. Entscheidend sind vor allem:

  • Wassertemperatur: Kaltes Wasser kann dem Körper sehr schnell Wärme entziehen.

  • Außentemperatur und Wind: Wind verstärkt insbesondere bei nasser Bekleidung die Auskühlung.

  • Wasserkontakt: Je höher die Wahrscheinlichkeit von Gischt, Spritzwasser oder einer Kenterung, desto wichtiger wird ein umfassender Nässeschutz.

  • Dauer der Aktivität: Bei langen Trainingseinheiten oder Regatten spielt der Schutz vor Auskühlung eine größere Rolle.

  • Bewegungsintensität: Beim aktiven Segeln sollte der Drysuit nicht nur schützen, sondern gleichzeitig ausreichend Bewegungsfreiheit und Atmungsaktivität bieten.

Besonders sinnvoll ist ein Trockenanzug im Frühjahr, Herbst und Winter sowie in kalten Revieren. Die eigentliche Wärmeleistung lässt sich dabei über die Bekleidung unter dem Drysuit regulieren. Der Trockenanzug übernimmt in erster Linie den Schutz gegen Wasser und Wind, während Base Layer, Fleece oder andere isolierende Schichten für die benötigte Wärme sorgen. Dadurch hat ein Dry Suit einen entscheidenden Vorteil bei wechselnden Temperaturen: Die Isolation kann individuell angepasst werden, ohne dass der äußere Nässeschutz gewechselt werden muss.

Ein Trockenanzug ersetzt jedoch keine Schwimm- oder Rettungsweste. Beim Segeln wird eine für den jeweiligen Einsatz geeignete Schwimmweste über dem Drysuit getragen.

Material

Bei einem Trockenanzug entscheidet nicht nur die Passform über den Schutz und Komfort. Besonders wichtig sind die Konstruktion des Materials, die Wasserdichtigkeit und die Atmungsaktivität. 

Hält ein Trockenanzug wirklich trocken?

Die Wassersäule gibt an, welchem Wasserdruck ein Material standhalten kann, bevor Wasser hindurchdringt. Grundsätzlich gilt: Je höher der Wert, desto höher ist die Wasserdichtigkeit des Materials. Unsere aktuellen Marinepool Trockenanzüge erreichen 20.000 mm Wassersäule. Dieser hohe Wert ist besonders für einen Drysuit relevant, da beim Jollensegeln nicht nur Regen auf das Material trifft. Beim Sitzen oder Knien auf nassen Flächen, bei starkem Spritzwasser oder bei einer Kenterung wirkt deutlich mehr Wasserdruck auf den Anzug.

Die Wassersäule allein macht einen Trockenanzug allerdings noch nicht vollständig wasserdicht. Ebenso entscheidend sind:

  • versiegelte, getapte oder verschweißte Nähte

  • wasserdichte Reißverschlüsse

  • dicht abschließende Hals- und Armmanschetten

  • wasserdichte beziehungsweise abdichtende Bein- oder Fußabschlüsse

Deshalb sollte beim Kauf eines Drysuits immer die gesamte Konstruktion betrachtet werden und nicht nur der Wert der Wassersäule. Billige Produkte mit miderwertigem Material und schlechter Verarbeitung werden in der Regel schnell undicht. 

Atmungsaktivität

Beim sportlichen Segeln produziert der Körper Wärme und Feuchtigkeit. Ein Trockenanzug muss deshalb nicht nur Wasser von außen abhalten, sondern gleichzeitig Wasserdampf möglichst gut nach außen transportieren können.

Die Atmungsaktivität unserer aktuellen Modelle liegt bei 15.000 g/m²/24h. Der Wert beschreibt, welche Menge Wasserdampf ein Quadratmeter Material innerhalb von 24 Stunden unter festgelegten Testbedingungen passieren lassen kann. Ein höherer Wert steht grundsätzlich für einen stärkeren Feuchtigkeitstransport.

Gerade bei körperlich aktiven Sportarten wie Dinghy-Segeln oder SUP ist diese Eigenschaft wichtig. Sie unterstützt dabei, dass sich Wärme und Feuchtigkeit weniger stark unter dem Trockenanzug stauen.

Damit das gesamte Bekleidungssystem funktioniert, sollte allerdings auch die Kleidung darunter atmungsaktiv sein. Ein funktioneller Base Layer und geeignete Midlayer unterstützen den Feuchtigkeitstransport besser als Materialien, die viel Feuchtigkeit speichern.

3- bzw. 4-Lagen-Trockenanzug

Bei einem 3-Lagen-Material werden Außenmaterial, wasserdichte und atmungsaktive Membran sowie eine innere Schutzschicht fest miteinander verbunden. Dadurch entsteht ein leichter, funktionaler Aufbau mit guter Bewegungsfreiheit.

Unsere 4-Lagen-Drysuits verfügen über einen zusätzlichen Materialaufbau und sind stärker auf robuste, regelmäßige Einsätze ausgelegt. Je nach Modell kommen zusätzlich abriebfeste Verstärkungen an besonders belasteten Bereichen wie Knien und Gesäß zum Einsatz.

Wichtig: Mehr Lagen bedeuten nicht automatisch eine höhere Wasserdichtigkeit.

Welcher Drysuit passt zu mir?

Welcher Trockenanzug für Damen oder Herren der richtige ist, hängt vor allem davon ab, wie intensiv er genutzt wird, wie wichtig ein besonders leichter Aufbau ist und welche Art von Hals- und Armabschluss bevorzugt wird. Unsere aktuellen Modelle reichen vom leichten Semi-Drysuit bis zum robusten 4-Lagen-Trockenanzug für anspruchsvolles Dinghy-Segeln.

Unser Racing Classic Trockenanzug ist die perfekte Wahl, wenn Sie nach einem vollständig wasserdichten Drysuit mit Latexmanschette für regelmäßiges Dinghy-Segeln suchen. 

Bevozugen Sie Neopren oder reagieren empfindlich auf einen engen Latexabschluss am Hals, greifen Sie zu unserem Racing Dry Overall Neo Neck oder dem Nachfolger Racing Dry Over All Neo Neck II.

Die neuste Version Racing Dry Overall Neo Neck III verfügt über moderne Features wie einen Tizip High Tec Reißverschluss mit Überdehnungsschutz und eignet sich daher für eine besonders intensive Nutzung. Robustheit und strapazierfähige Details stehen hier im Vordergrund. 

Eine besonders leichter Semi-Trockenanzug mit viel Bewegungsfreiheit für SUP und Dinghy ist der MP Light Dry Overall Herren.

Was trägt man unter einem Trockenanzug?

Ein Trockenanzug hält Wasser von außen ab, erzeugt aber selbst nur wenig Wärme.  Je niedriger Wasser- und Außentemperatur sind, desto wichtiger wird eine geeignete Isolationsschicht.

Wir empfehlen ein Schichtsystem aus Funktionsunterwäsche und je nach Temperatur einer zusätzlichen Fleece- oder Midlayer-Schicht.

Base Layer als erste Schicht

Direkt auf der Haut sollte funktionelle Unterwäsche getragen werden. Sie transportiert Feuchtigkeit vom Körper weg und unterstützt dadurch das Feuchtigkeitsmanagement des atmungsaktiven Trockenanzugs. Baumwolle ist unter einem Drysuit weniger sinnvoll, weil sie Feuchtigkeit stark aufnimmt und nur langsam trocknet.

Fleece für zusätzliche Wärme

Bei kühlen Bedingungen reicht ein dünner Base Layer häufig nicht aus. Dann empfehlen wir eine zusätzliche isolierende Schicht aus Fleece. Besonders praktisch ist ein Fleece Overall, da er Ober- und Unterkörper durchgehend wärmt und beim Bewegen nicht zwischen Jacke und Hose auseinandergezogen wird. Alternativ können eine Fleecejacke und eine Fleecehose miteinander kombiniert werden.

Auch Füße und Hände berücksichtigen

Kälte macht sich beim Wassersport häufig zuerst an Händen und Füßen bemerkbar. Unter integrierten Latex-Fußsocken können deshalb funktionelle oder wärmende Socken getragen werden. Das darüber verwendete Schuhwerk muss genügend Platz für beide Schichten bieten und darf die Füße nicht einengen.

Für die Hände können je nach Temperatur geeignete Segel- oder Neoprenhandschuhe ergänzt werden.

Auch auf eine Mütze sollte bei niedrigen Temperaturen nicht verzichtet werden.

Über 35 Jahre Erfahrung auf dem Wasser

Marinepool entwickelt seit 1991 funktionale Segelbekleidung nach dem Prinzip „Von Seglern für Segler“. Die Marke wurde von aktiven Seglern gegründet und arbeitet bis heute eng mit Segelvereinen, Nationalteams, Wettkampfverbänden und Seenotrettungsorganisationen zusammen. Die daraus gewonnenen Praxiserfahrungen fließen direkt in die Produktentwicklung ein.

Marinepool war und ist Partner zahlreicher internationaler Regatten, Segelveranstaltungen und Spitzenteams. Dazu zählen unter anderem Austrian Sailing Federation (Österreichischer Segel-Verband), die Segelbundesliga sowie der Bayrische Yacht-Club. Die Produkte werden unter realen Bedingungen getestet und kontinuierlich weiterentwickelt.

Besonders im Bereich des Offshore-Segelns profitiert Marinepool von der Zusammenarbeit mit renommierten Hochseeseglern wie Vendée-Globe-Skipper Fabrice Amedeo. Für seine mehrmonatigen Solo-Passagen über die größten Ozeane der Welt vertraut er auf Marinepool Offshore-Bekleidung. Die Erfahrungen aus einer der härtesten Einhandregatten der Welt liefern wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung von Segeljacken und Ölzeug, die auch unter extremen Wetterbedingungen zuverlässig schützen.

Erfahrung trifft Innovation

Marinepool verbindet maritime Tradition mit moderner Technologie. Hochwertige Materialien, innovative Membranen und funktionale Details sorgen für zuverlässigen Schutz und hohen Tragekomfort bei jedem Wetter. Ob Küstensegeln, Offshore-Abenteuer oder Freizeit auf dem Wasser – Marinepool steht seit über drei Jahrzehnten für Qualität, Performance und Leidenschaft für den Wassersport. Die enge Zusammenarbeit mit Profiseglern, internationalen Segelteams und Wassersportverbänden stellt sicher, dass jede Kollektion unter realen Bedingungen getestet und kontinuierlich weiterentwickelt wird.

FAQ – Häufige Fragen zu Drysuits

Was ist der Unterschied zwischen einem Wetsuit und einem Drysuit?

Der wichtigste Unterschied liegt im Schutz vor Kälte und Nässe. Ein Wetsuit beziehungsweise Neoprenanzug lässt etwas Wasser an den Körper, das sich erwärmt. Das Neopren übernimmt dabei einen großen Teil der Isolation.

Ein Drysuit beziehungsweise Trockenanzug hält Wasser dagegen weitgehend draußen. Die Wärme entsteht durch die darunter getragenen Schichten wie Base Layer oder Fleece. Dadurch lässt sich ein Trockenanzug flexibler an unterschiedliche Temperaturen anpassen und eignet sich besonders für kaltes Wasser und niedrige Außentemperaturen.

Ist Neopren oder ein Trockenanzug besser?

Das hängt von Wassertemperatur, Aktivität und Einsatzbereich ab. Neopren eignet sich besonders für Wassersportarten, bei denen regelmäßiger oder dauerhafter Wasserkontakt dazugehört. Es sitzt eng am Körper, bietet viel Bewegungsfreiheit und isoliert auch dann, wenn es nass ist. Ein Trockenanzug ist sinnvoll, wenn Sie möglichst trocken bleiben möchten und bei kalten Bedingungen zusätzlichen Schutz benötigen. Durch unterschiedliche Bekleidungsschichten unter dem Drysuit lässt sich die Wärmeleistung außerdem flexibler anpassen. Für Jollen- und Dinghy-Segeln bei niedrigen Temperaturen empfehlen wir einen Trockenanzug insbesondere dann, wenn mit häufigem Spritzwasser oder einer Kenterung gerechnet werden muss. Bei wärmeren Bedingungen kann Neopren dagegen die leichtere und körpernähere Alternative sein.

Kann man mit einem Trockenanzug schwimmen?

Ja, grundsätzlich kann man mit einem Trockenanzug schwimmen. Er ist jedoch nicht als klassischer Schwimmanzug konzipiert. Durch den lockeren Schnitt und die Luft, die sich innerhalb des Drysuits befinden kann, fühlt sich das Schwimmen anders an als mit einem Neoprenanzug oder normaler Badebekleidung. Besonders wichtig ist deshalb, den Trockenanzug korrekt zu tragen und vor dem Einsatz überschüssige Luft soweit möglich aus dem Anzug zu lassen.

Wofür ist ein Trockenanzug geeignet?

Grundsätzlich eignet sich ein Trockenanzug für viele verschiedene Wassersportarten. Je nach Wind und Wassertemperatur greifen nicht nur Segler zu einem Trockenanzug zurück. Auch zum SUP, Tauchen, oder Kajak fahren sind unsere Trockenanzüge sehr gut geeignet.

Zusammenfassung

Ein Trockenanzug eignet sich besonders für Jollen- und Dinghy-Segeln bei kaltem Wasser, niedrigen Temperaturen und regelmäßigem Wasserkontakt. Unsere Marinepool Trockenanzüge kombinieren hohe Wasserdichtigkeit mit Atmungsaktivität und je nach Modell einem 3- oder 4-Lagen-Material.

Welcher Dry Suit der richtige ist, hängt vor allem von Einsatzhäufigkeit, gewünschter Robustheit, Bewegungsfreiheit und dem bevorzugten Halsabschluss ab. Unter dem Trockenanzug empfehlen wir funktionelle Base Layer und bei niedrigen Temperaturen eine zusätzliche Fleece-Schicht. Dadurch lässt sich die Wärme individuell an Wetter und Wassertemperatur anpassen.

 

Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026