17.07.2010
„Der Fliegende Holländer“ von Richard Wagner ist vor allem eines: eine Oper über das Segeln. Wagner verarbeitet in diesem Stück seine Eindrücke einer stürmischen Seefahrt auf einem Schoner von Riga nach London in seiner Jugend – jeden Wellenschlag, jede Windstärke, jedes Ächzen des Schiffes im Sturm hat er in Musik gesetzt. Die Faszination des Wassers und gleichzeitig die Sehnsucht nach ‘festem Boden unter den Füßen’ sind in jedem Moment spürbar.
Bei den Tiroler Festspielen Erl wird Gustav Kuhn den „Fliegenden Holländer“ im Juli 2010 neu inszenieren. Er wird dabei nicht nur auf seine jahrzehntelange Erfahrung als Dirigent und Regisseur dieser Oper zurückgreifen, sondern auf einen noch ganz anderen Aspekt seiner beispiellosen Karriere einbringen: Gustav Kuhn – bekannt als international tätiger Dirigent, Regisseur und Festivalintendant – kann nämlich auf eine beeindruckende Laufbahn als Spitzensegler zurückblicken: Österreichische Olympiamannnschaft im Soling, mehrfacher Staatsmeister unter anderem im „Flying Dutchman“ sind nur einige wenige der sportlichen Highlights im Leben Gustav Kuhns.
Es ist wieder einmal eine raffinierte Idee, dass Gustav Kuhn die Handlung seines „Fliegenden Holländers“ in die moderne Regattaszene versetzt. Eine Idee, die auch Marinepool begeistern konnte, das Sänger und Komparsen mit funktioneller Bekleidung ausstattete und als Partner mit dabei ist! Das Segeln als Grundelement der Oper, von Wagner selbst in den Vordergrund gerückt, dieser Gedanke wird im Regie- und Ausstattungskonzept umgesetzt. Moderne Segel- und Funktionsbekleidung wird der Inszenierung der Tiroler Festspiele Erl 2010 eine besondere Authentizität verleihen, der „America´s Cup“ kommt nach Tirol!