02.03.2011
RC44 Oracle Cup, San Diego (2.-6. März 2011)
NEUER TEMPOMACHER
Das AEZ RC44 Sailing Team startet unter der Regie des zweifachen AC-Champions Peter Evans in die Tour 2011.
Kommenden Mittwoch fällt am Pazifik der Startschuss für die RC44 Championship-Tour, die heuer sechs Häfen ansteuert und abermals in Österreich Station macht (11.-15.Mai). Für den Saisonauftakt vor San Diego haben elf Teams genannt, darunter die aktuellen AC-Syndikate Oracle Racing (USA) und Artemis (SWE). Die heimischen AEZ-Mannen müssen in Kalifornien auf Christian Binder verzichten, anstelle des Taktikers konnte der Neuseeländer Peter Evans für die Afterguard gewonnen werden.
AC-Champion gibt Takt vor
Evans, den Binder aus gemeinsamen 470er Zeiten bestens kennt, hat den America´s Cup 2000 (Team New Zealand) und 2007 (Team Alinghi) gewonnen, der Match Race Weltmeister heuert auf Empfehlung von Russell Coutts beim AEZ-Team an. Trainer Alfred Pelinka, der das achtköpfige Aufgebot um Steuermann Rene Mangold betreut, definiert die Nominierung Evans als geniale Lösung, die Langzeitfolgen generieren soll. „Peter ist einer der weltbesten Offshore-Segler, aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit bleibt aber abzuwarten, ob das Team seine Strategien bereits an Ort und Stelle umsetzen kann“, so Pelinka, der aus der Zusammenarbeit möglichst viel Kapital schlagen möchte und davon überzeugt ist, dass sich die Verpflichtung von Evans auf die ganze Saison positiv auswirkt. „Wir haben die Chance von einem der Allerbesten zu lernen und genau das werden wir auch tun.“
Neues Format sorgt für Rückenwind
Die Österreicher, die 2009 in die Tour eingestiegen sind und vergangene Saison erstmals den kompletten Regattakalender absolviert haben, peilen unterm Strich eine Platzierung im Mittelfeld an. Ein hochgestecktes Ziel, das aufgrund der neuer Klassenregeln aber durchaus realistisch erscheint. Denn erstmals wird der Toursieger ausschließlich durch die Flottenentscheidungen gekürt. Das Match Race wird als spannender Appetizer im Vorprogramm ausgetragen, die prestigeträchtige Show zählt aber nicht mehr zur Gesamtwertung. Für die heimische Crew ist die Aufwertung der Fleet Race Serie eine gute Kunde, zumal man in den Einzelduellen aufgrund mangelnder Erfahrung und Praxis zumeist den Kürzeren zog.
Der Oracle Cup wird am kommenden Mittwoch mit den direkten Duellen gestartet, die Fleet Race Serie beginnt am 3. März.
Hintergrundbild: © Schell