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News - Sailing Arabia – The Tour: 5. Etappe

27.02.2012

Vorletzte Etappe von Sailing Arabia – The Tour zeigt sich unvorhersehbar

 

Die vorletzte Etappe von Sailing Arabia – The Tour war ein eher langsames Rennen und ging luvwärts vom Start bis ins Ziel. Mit Wellen von bis zu vier Metern Höhe, Containerschiffen und Fischernetzten war diese Etappe die bislang unberechenbarste.

Die Teams starteten in Dibba, Oman auf die 135 Meilen lange Strecke nach Mussanah bei ca. vier Knoten, nachdem der Wind eine kurze Zeit auf sich warten ließ. Die Flotte war zunächst noch nah beieinander, nach dem ersten Sprint entlang der Küste teilte sie sich jedoch in zwei Gruppen.

Es war keine Überraschung, dass sich die französisch geskipperten Boote Courrier Dunkerque, Team Commercialbank und Team BAE Systems an die Spitze der Flotte setzten, dicht gefolgt von der Damenmannschaft auf Al Thuraya BankMuscat, die schon seit Beginn der Tour auf einen Podiumsplatz spähte. Team Kingdom of Saudi Arabia zeigte seinen bislang besten Start und konnte so eine starke Position im Mittelfeld bis ins Ziel halten.

Nachdem die Fischernetze entlang der gesamten Küste erfolgreich passiert waren, wurde auch der Wind stärker und nach 21 Meilen wurde die Flotto von einer Wand aus Containerschiffen am Horizont begrüßt. Über einen Abschnitt von drei Meilen mussten die Boote durch über 200 Schiffe hindurch, was laut Qassim Abdelrazaq, Skipper von Team Bahrain, einige gewiefte Manöver verlangte.

„Die Schiffe waren riesig und blockierten den Wind vollständig. Es ging nur darum, die beste Route hindurch zu finden, um in Bewegung zu bleiben. Es war ein unglaublicher Anblick!“

Nach dieser Herausforderung segelte die Flotte bei sechs Knoten Wind weiter zum ersten Gate, mit der untergehenden Sonne im Rücken. Die französischen Skipper und ihre Crews, die bislang so dominant waren in der Tour, führten auch jetzt wieder die Flotte – Courrier Dunkerque als erstes Boot mit 12 Minuten Vorsprung auf Team Commercialbank, und nur zwei Minuten später folgte Team BAE Systems.

Noch 95 Meilen blieben bis zur Ziellinie und bei nur vier Knoten Wind stellten sich die Crews auf eine lange Nacht ein. Bei sehr wechselhaftem Wellengang schlugen sich einige Teams unweigerlich besser als andere, und Courrier Dunkerque, das derzeitig führende Team, litt unter den Bedinungen. Cedric Pouligny, der Skipper von BAE Systems erklärt:

„Es war schon ein wenig lustig. Wir kämpften den ganzen Tag und die gesamte Nacht mit Team Commercialbank und Courrier Dunkerque war ziemlich weit vor uns. Dann fiel der Wind zusammen und wir und Team Commercialbank konnten anscheinend besser damit umgehen, und plötzlich waren wir vor Dunkerque. Es war eine sehr gute Etappe für uns.“

Die Rennleitung beschloss, das Rennen schon bei der letzten Marke zu beenden, und damit 34 Meilen vor der Ziellinie. Fast alle Teams waren erleichtert über diese Entscheidung, besonders Bertrand Pace, der Skipper von Team Commercialbank, der mit seiner Crew einen Vorsprung von 15 Minuten auf den Rest der Flotte hatte, und sich so seinen ersten Etappensieg sichern konnte.

Team BAE Systems und Courrier Dunkerque beendeten das Rennen als zweiter und dritter. Daniel Souben war trotz der Enttäuschung in guter Stimmung:

„Es war eine schwierige Etappe. Wir sind etwas enttäuscht, dass das Rennen frühzeitig beendet wurde, da wir dachten, es würde wieder mehr Wind geben und wir könnten noch Plätze gut machen. Aber wir glauben auch, dass wir bislang sehr gute Rennen und eine starke Tour hatten.“

Die Entscheidung der Verkürzung hatte auch ein vorzeitiges Zeitlimit zur Folge, das Team Ras Al Khaimah leider als einziger nicht unterbieten konnte.

Für die Frauen auf Al Thuraya BankMuscat, die als vierter ins Ziel kamen, war die Ankunft in Mussanah besonders außergewöhnlich. Freunde und Familie warteten im Hafen, den das Team als Trainingsort vor der Tour nutzte, und hießen die Mannschaft Willkommen. Raya Al Habsi sagte, sie sei sprachlos gewesen:

„Ich bin so glücklich hier zu sein und dass meine Familie mich empfangen hat. Es war vermutlich die härteste Etappe, aber der Gedanke, dass sie hier auf mich warten würden, trieb mich weiter. Ich wollte einfach zu ihnen segeln.“

Die Aufmerksamkeit der gesamten Flotte liegt nun auf der letzten Etappe. Die Teams liegen in der Gesamtwertung dicht beisammen und nur ein Punkt liegt zwischen dem dritt platzierten Team BAE Systems und dem zweit platzierten Team Commercial Bank, und auch der Kampf um die Plätze vier und fünf bleibt spannend zwischen Al Thuraya BankMuscat und Team Renaissance. Auch sie trennt nur ein Punkt von einander.

Bereits morgen Früh startet die Flotte auf die letzte Etappe nach The Wave in Muskat, Oman. Bleiben die Bedingungen wie sie vorhergesagt werden, so wird es eine spannende Schlussetappe bei gutem Wind.

 

Begleiten Sie die Teams unter www.sailingarabiathetour.com