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News - Sailing Arabia – The Tour: 4. Etappe

24.02.2012

Sailing Arabia – The Tour: 4. Etappe

Das Wissen der einheimischen Omanis schüttelt die Flotte durcheinander

Die vierte Etappe von Sailing Arabia – The Tour war frustrierend langsam für die neun Boote der Flotte, aber trotz des fehlenden Windes über einen Großteil der Strecke, war das Rennen nicht weniger spannend. Zum ersten Mal kam die Flotte bei Tageslicht an und erreichte die omanischen Gewässer in den frühen Morgenstunden. Selbst nach 278 Kilometern von Ras Al Khaimah nach Musandam, waren die letzten Meter zur Ziellinie noch immer knapp.

Daniel Souben und seine französische Crew auf Courrier Dunkerque setzten ihren vierten Etappensieg durch und sind dadurch unangefochten auf Platz eins der Gesamtwertung der Tour. Jedoch war es die Kenntnis über regionale Besonderheiten der omanischen Teams Team Renaissance und Team Muscat 2012, was am Meisten in dieser Etappe beeindruckte. Souben sagte dazu, dass, obwohl er auf die Fähigkeiten seines Teams vertraue, seien sie, nun da in omanischen Gewässern gesegelt wird, auch auf der Hut vor den omanischen Teams.

„Die Omanis haben den Vorteil, dass sie diese Gewässer hier kennen, und wir haben den Vorteil, dass wir das Boot sehr gut kennen. Das Rennen wird von nun an sehr spannend sein.“

Die Flotte startete am Mittwoch morgen bei nur zwei Knoten Wind. Nach einem Gesamtrückruf im ersten Versuch mit zu vielen Booten über der Linie, hatten fast alle Boote im zweiten Versuch Glück. Nur Team Kingdom of Saudi Arabia wurde mit einem weiteren Rückruf gestraft.

Bereits kurz nach dem Start in Ras Al Khaimah mussten sich die Teams mit härteren Bedingungen auseinandersetzen und mit hohen Wellen kämpfen. Die taktische Entscheidung näher am Ufer zu segeln, brachte schließlich eine kleine Atempause, und nach 35 Meilen, als die Flotte die Berge der Küste der Vereinten Arabischen Emirate durchlief, wurde sie schließlich auch mit freundlicheren Bedingungen und einer konstanten Brise von sechs Knoten begrüßt.

Bei nur ca. zwei Knoten am einzigen Gate der Etappe, führte Team Courrier Dunkerque mit 9 Minuten Vorsprung auf Team Commercialbank und weiteren 15 Minuten auf Team BAE Systems. Team Renaissance und Al Thuraya BankMuscat folgten auf Platz vier und fünf.

Dee Caffari fasste die Bedingungen zusammen:

„Als wir die Luvtonne passierten, fiel der Wind völlig zusammen. Wir fanden es ziemlich hart, bei dem wechselhaften Wind, und die Boote waren so eng beisammen, und die Strömung verhielten sich anders, als wir erwartet hatten.  Und dann erst bei Tageslicht konnten wir sehen, wo die anderen waren und konnten es gar nicht glauben, dass uns einige Teams überholten und andere hinter uns waren. Wir waren ein wenig enttäuscht, nur auf dem sechsten Platz zu liegen.“

Bei Sonnenaufgang hatte sich alles verändert, besonders für Team BAE Systems. Das Team, das bislang immer unter die Top 3 segelte, verlor durch einen taktischen Fehler wichtige Punkte in der Gesamtwertung, wie Skipper Cedric Pouligny erklärte:

„Am Gate waren wir auf Rang drei und hatten damit eine gute Position. Aber in der Straße von Hormuz mussten wir gegen starke Strömungen ankämpfen und wurden müde. Wir verpassten einen Windwechsel und das war es! Wir konnten unsere Position nicht mehr verteidigen.“ Team BAE Systems kam erst auf dem achten Rang ins Ziel.

Das Team Renaissance mit Ahmed Al Mamari zog die meisten Vorteile aus den Fehlern von BAE Systems, und ergatterte zum ersten Mal einen Podiumsplatz.

„Die Etappe war hart, aber wir sind sehr glücklich unter den Top 3 zu sein. Es ist wirklich nicht leicht, sich einen Podestplatz gegen diese professionellen Segler zu sichern, aber wir haben unser Bestes gegeben und freuen uns wirklich sehr. Wir sind jetzt in unseren heimischen Gewässern und ich kenne diese Gegend gut. Erst vor einem Monat habe ich die Regatte von Musab nach Muskat gewonnen, und ich denke, ich kenne diese Gegend hier besser als alle anderen. Ich werde versuchen, diese Erfahrung zusammen mit meinem Team zu nutzen, um weitere großartige Ergebnisse zu erreichen.“

Team Bahrain, das erst zwei Tage zuvor in Ras Al Kahaimah das Racing im Hafen gewann, zeigte bemerkenswerte Fortschritt in dieser Etappe und verpasste knapp einen Podestplatz mit nur einer Minute Rückstand auf das dritt platzierte Team Renaissance.

Der Kampf um die Plätze sechs und sieben wurde von dem Damenteam Al Thuraya BankMuscat und Team Muscat 2012 ausgetragen, und erst im Fotofinish wurde deutlich, dass Team Muscat 2012 mit weniger als eine Bootlänge Vorsprung die Ziellinie überquerte. Dee sagte:

„Es war wirklich eine anstrengende Etappe, aber sie hatte alles in sich und es gab auch großartige Momente. Wir arbeiteten sehr hart und sind über das Ergebnis enttäuscht, aber der Zweikampf mit Team Muscat 2012 war trotz allem fantastisch.“

Weniger als 15 Minuten lagen im Ziel zwischen dem ersten und dem achten Rang. Team Kingdom of Saudi Arabia erreichten mit Rang 7 die bislang beste Platzierung der Tour vor einem sehr enttäuschten Team BAE Systems auf Rang acht. Team Ras Al Khaimah als Schlusslicht der Flotte kam als neunter ins Ziel.

Die Flotte hat bereits 1047 Kilometer zurückgelegt, und weiter 362 liegen noch vor ihr, bevor der letzte Hafen in Muskat am 27 Februar erreicht wird.

 

Leg Four Results including finishing time

1. Courrier Dunkerque 09:07:55

2. Team Commercialbank 09:10:45

3. Team Renaissance 09:13:35

4. Team Bahrain 09:14:37

5. Team Muscat 2012 09:18:15

6. Team Al Thuraya BankMuscat 09:18:17

7. Team Kingdom of Saudi Arabia 09:23:15

8. Team BAE Systems 09:23:30

9. Team Ras Al Khaimah 10:12:25

 

Overall SATT standings after four legs

1. Courrier Dunkerque 36 points

2. Team Commercialbank 30 points

3. Team BAE Systems 25 points

4. Team Renaissance 25 points

5. Team Al Thuraya BankMuscat 22 points

6. Team Bahrain 16 points

7. Team Muscat 2012 12 points

8. Team Kingdom of Saudi Arabia 10 points

9. Team Ras Al Khaimah 9 points