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News - Das Team Energy nimmt Kurs auf den Cup

11.10.2011

Nachdem man nach Cascais nur 2 Monate Zeit hatte, mit dem AC 45 Katamaran zurecht zu kommen, zeigte das Energy Team angeführt von Bruno und Loïck Peyron in Plymouth, dass die Mannschaft große Fortschritte gemacht hatte und langsam eine echte Bedrohung für die Spitzenmannschaften darstellt. Das Team kann entspannt auf die nächste Etappe der AC World Series blicken, welche in San Diego (USA) vom 12. bis 20. November stattfinden wird. Vorher wird der französische Herausforderer in Saint-Pierre Quiberon Station machen, wo er für eine Woche vom 17-21 Oktober mit rund zehn Besatzungsmitgliedern bei verschiedenen Match Races auf 25-Fuß-One-Design-Katamaranen trainieren wird. Wir werfen einen Blick auf die französischen Herausforderer in der Gesellschaft von Loïck und Bruno Peyron, die uns einen Einblick über den Stand der Dinge vor dem großen amerikanischen Event geben.

Die Mannschaft von Energie-Team France hat gerade erst ihre zweite Wettfahrtserie gegen die großen Teams aus den Vereinigten Staaten (Oracle Racing), Neuseeland (Emirates Team New Zealand) und Schweden (Artemis Racing) beendet, welche bereits seit 8 Monaten trainieren. Zwischen der Veranstaltung in Cascais, segeln unter Leichtwindverhältnissen und der Etappe in Plymouth, hier konnte der AC45 Katamaran in viel härteren Bedingungen getestet werden, zeigte die Mannschaft von Energie-Team France, dass sie gute Fortschritte in den verschiedenen Aspekten des Rennens gemacht hat. Bruno Peyron: "Das Ergebnis am Ende der Plymouth Veranstaltung ist mehr oder weniger das, was wir erwartet hatten. Nachdem wir einige gute Ergebnisse Mitte der Woche hatten, dachten wir ein wenig zu schnell, dass wir um die Top 5 mitsegeln könnten, aber die Großen Drei, sind da draußen immer noch vor uns, was keine Überraschung ist. Emirates Team New Zealand (Dean Barker), die beiden Oracle Boote (James Spithill und Russell Coutts) und Artemis Racing (Terry Hutchinson) halten ihren Vorsprung, aber dahinter bleiben zwei Teams während der Rennen in Cascais und Plymouth standhaft: Das Team unter der Leitung von Chris Draper (Team Korea) im Match Race und das Energie-Team France im Fleet Races. Unser Team hat Fortschritte in Bezug auf die Geschwindigkeit gemacht und gezeigt, was für eine solide Equipe wir sind. Unsere Gruppe sprüht vor Energie und arbeitet sehr gut als Team zusammen. Dies ist etwas, was man nicht in Zahlen ausdrücken kann, aber es trägt deutlich zu unserem Fortschritt bei und bringt uns unserem vorgenommenen Ziel näher.“

Wie ist der Stand der Dinge nach der Plymouth Veranstaltung?

Das Ziel für Energie-Team war nicht, in Cascais oder Plymouth zu gewinnen, sondern zu sehen, inwieweit sich das Team entwickeln kann. Bruno Peyron: "Unsere Gesamtleistung bleibt eher unbeständig, aber wir wissen jetzt, was wir in der Lage sind zu leisten. In leichten bis mäßigen Bedingungen sind wir auf mehr als halber Höhe mit den anderen. Bei stärkerem Wind, sind wir zwischen dem dritten und sechsten, mit einigen guten und einigen enttäuschenden Auftritten. Die Tatsache, dass wir nicht so viel Zeit zur Vorbereitung hatten, zeigt sich bei stärkerem Wind mehr als bei leichteren Bedingungen."
Bezüglich unserer Leistung, bekam die Mannschaft das Boot rasch in den Griff und beginnt zu verstehen, wie das Flügel Segel funktioniert. In Plymouth konnten wir sehen, dass die Mannschaft, nach der Entscheidung französisch an Bord zu sprechen, viel besser zusammen gearbeitet hat. Auch die Manöver wurden viel weicher. Loïck Peyron: "Die Manöver fangen an, zusammen zu kommen, wir haben unsere Geschwindigkeit verbessert, und die Starts sind besser.Die Segel sind ebenfalls stark verbessert, vor allem die neue Nummer 2 Fock, die uns in Cascais fehlte. An Bord haben wir uns ein für alle Mal entschieden, dass es besser sei, Französisch zu sprechen, insbesondere wenn Yann Guichard und ich kommunizieren müssen. Das hilft uns, die Manöver leichter vorzubereiten, und ermöglicht uns es besser einschätzen zu können, was auf dem Wasser geschieht. Wir müssen jetzt ein eingespieltes Duo werden! Der Steuermann und der Taktiker müssen sich wirklich gut verstehen. Wenn Sie auf Russell Coutts-Murray Jones schauen, die seit 30 Jahren zusammen segeln, müssen Sie daran denken, dass wir erst seit ein paar Wochen ein Team sind."Die Rennen in Plymouth haben uns gezeigt, dass es insgesamt eine allgemeine Verbesserung gab, aber dass es noch einige kleinere Details zu klären gibt.Loïck Peyron: "Das gilt in erster Linei für die Segel. Wir sind bisher nur etwa ein Viertel des Weges durch unser Entwicklungsprogramm gegangen, das heißt, wir haben immer noch eine Menge Arbeit vor uns. Wir werden lernen müssen, wie man mit dem Boot bei starkem Wind umgeht. Wir müssen uns weiter steigern, besser miteinander kommunizieren, nach vorn schauen, so wie das auf den schnellen Booten gemacht wird, das ist von entscheidender Bedeutung.

Trainingseinheit in QUIBERON

Das ENERGY Team wird auch weiterhin seine Besatzung rotieren lassen und andere Segler testen. Während einer Woche in der französischen Segelschule in Saint-Pierre Quiberon, trainieren 8 bis 10 Segler auf zwei 25 Fuß Katamaranen in diversen Match Races.
Loïck Peyron: "Wir werden in den gleichen Kurs-Konfigurationen segeln wie auch in den AC45-Rennen, mit Starts am Wind, den Randbedingungen, und alles was spezifisch für die AC World Series ist. Wir werden an unseren Starts arbeiten, am Match Racing, der Kreuz, das Beste aus den Regeln heraus zu holen, welche immer noch sehr neu für uns sind, am Eintritt in die Startbox, am Dialup und wie man andere Boote blockiert. Wir bekommen von Thierry Poiret und Yann Guichard Hilfe, welche auch die Trainingswoche für uns organisieren. Marc Bouet wird sich uns anschließen, um die theoretischen Aspekte mit uns durchzugehen. Was die neuen Besatzungsmitglieder angeht, werden wir versuchen, Segler einzusetzen, welche sich auf Match Races mit Monohulls spezialisiert haben, jedoch auch Erfahrungen mit Multihulls haben, umso Ihre Erfahrungen nutzen zu können.“ Bruno Peyron: "Die Idee, die wir haben, ist der Aufbau einer großen Mannschaft, mit am Ende rund fünfzehn Seglern, mit anderen Worten: dreimal so viele wie heute. Wir werden Vorteile aus dieser Woche ziehen, indem wir verschiedene Leute mit unterschiedlichen Hintergründen testen werden. Deren genaue Karriere ist nicht so wichtig, denn als richtiger Champion gewöhnt man sich sehr schnell an alle Arten von Booten. Wir wissen auch, dass wir neben dem Steuermann einige eher sportliche Besatzungsmitglieder brauchen. So gibt es heute im Energy Team Platz für Junge Wilde die sehr viel Potenzial zeigen. Der America´s Cup ist für sie nicht in zehn Jahren, sondern genau in diesem Moment.“

Revolution

Der America´s Cup geht so voran, wie es sich der französische Herausforderer erwartet hat. Die Bilder von Cascais und Plymouth ermöglichen es uns, die Revolution, die im Gange ist, zu verstehen. Bruno Peyron: "Die Realität hat sich als noch besser herausgestellt, als die virtuelle Bilderwelt zu Beginn versprochen hat. Das ist alles sehr beruhigend. Die Zweifel haben wir im letzten Winter hinter uns gelassen und ich fühle mich jetzt immer sicherer. Wir haben immer noch eine Menge Arbeit vor uns, die getan werden muss, aber dies ist das erste Mal, dass wir es mit einem Veranstalter zu tun haben, der bereit ist zuzuhören, keine Entscheidungen trifft ohne vorher Rücksprache zu halten und der sehr achtsam ist, um die Interessen aller zu wahren. Ich denke, wir hatten Recht damit, das Ganze zu starten. Wir konnten diese Gelegenheit nicht auslassen und während es zur Zeit 9 Boote gibt, die teilnehmen, kann ich mir vorstellen, dass noch zwei, drei Boote dazukommen.

Mit Kurs auf den Cup

Seit der Unterzeichnung der Partnerschaft mit Corum hat ENERGY TEAM die Garantie, dass sie den ganzen Weg, bis Ende des Jahres 2012, in der AC45 Klasse gehen können. Die Herausforderung besteht nun darin, die Kampagne fortzusetzten und die Budgets aufzustellen um mit dem Bau des großen AC72 Multihull zu beginnen, den das Team zur Teilnahme am 34. America 's Cup (San Francisco 2013) benötigt. Bruno Peyron: "Aus technischer Sicht sind die Dinge klarer. Für das große Boot werden wir mit dem Designsatz arbeiten, den uns ACEA angeboten hat und der über VPLP bezogen wurde, dieser kann dann von unserer Designmannschaft verbessert werden. Aber wir müssen auch wissen, wann wir mit der Konstruktion des Bootes anfangen können. Ist es klug, mit diesem Prozess so schnell wie möglich zu beginnen, um mit dem Training so früh wie möglich zu beginnen, oder wäre es klüger, noch eine Weile zu warten, um die Vorteile aus der Forschung mitzunehmen, wohl wissend, dass in jedem Fall die Anzahl der Tage, an denen man trainieren kann, sehr beschränkt ist." Bezüglich der geschäftlichen Dinge wird das Energie Team in den nächsten drei oder vier Monaten das Beste herausholen, um die Verhandlungen mit einigen potenziellen Hauptpartnern abzuschließen.
Bruno Peyron: "Wir sind momentan mit fünf großen Gruppen im Gespräch, von denen jede die Möglichkeit hat, unser Titelpartner zu werden. Wir sollten betonen, dass das Budget unseres Titelpartners für die Kampagne dann in etwa gleich groß sein wird, wie das für das französische Team beim Volvo Ocean Race. So sieht man, dass diese Art von Investition in Frankreich möglich ist. Aber wir könnten ebenfalls erwägen, eine gemeinsame Partnerschaft zwischen diesen Gruppen mit Co-Branding einzugehen, wenn die Marken in unser Konzept passen und mit dem Thema der Energie zu tun haben. Wenn Sie mich jetzt fragen, ob wir garantieren können, den 72er bauen zu können, ist die Antwort nein. Aber wenn die Frage ist, ob wir das wahrscheinlich erreichen, ist die Antwort ja.“

www.americascup.com

Hintergrundbild: © Gilles Martin-Raget

Photos: © Gilles Martin-Raget

© Gilles Martin-Raget

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