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News - 34. America´s Cup: Interview mit Energy Team France Skipper Loïck Peyron

10.08.2011

Das Energy Team France beendete das erste Rennwochenende bei der America´s Cup World Series in Cascais (POR) mit dem guten Gefühl, alles getan zu haben, was in 10 Tagen Lernen möglich war. Die Schlussfolgerung aus diesen vier Rennen ist, dass - auch wenn die Top-Teams die Favoriten sind – das erste Wochenende zufriedenstellend für das französische Team verlief und man den großen Teams die Stirn bieten konnte. Loick Peyron, Skipper des Energy Teams erzählt uns mehr:

Loïck, was denken Sie über das erste Rennwochenende?
Loïck Peyron: Ich fühle mich gut. Wirklich. Ich bin recht zufrieden. Es ist wahr, dass es gestern nicht so toll war, den Wind kann man nicht bestellen. Wir sind grade erst dabei, diese Boote in solchen lauen Verhältnissen kennen zu lernen. Nein, gestern war es aus mehreren Gründen nicht „traumhaft“. Erstens, weil die gesamte Mannschaft an einer Lebensmittelvergiftung litt, so waren wir eigentlich nur bei 50% dessen, was wir in der Lage sind zu leisten und dann war da noch die Frage nach unserer Erfahrung mit diesen Leichtwind Bedingungen. Wir haben in der Tat ein großartiges Rennen zum Start hingelegt. Nur knapp hinter den Kiwis zu landen, war fantastisch. Und für das lange Rennen heute, war es gut, dass wir am Start gut wegkamen und es so zu tollen „Fights“ auf dem Wasser kam. Wir entschieden uns heute mehr Risiko zu gehen und waren beim Start nur 20cm vom Startboot entfernt,  als der Startschuss fiel. Im Rennen gelang es uns immer mit den Top-Teams in der Spitzengruppe zu segeln.

Sind Sie besorgt über die Kluft zwischen Ihnen und den Top-Teams, da es durchaus einen Unterschied gibt?
LP: Ja, wir sind in vielen Bereichen ein ganzes Stück hinterher, aber manchmal ist es uns schon gelungen, dort wieder ganz schnell aufzuschließen. Das heutige lange Rennen war wirklich interessant, da wir immer mit Oracle, Team New Zealand und einigen anderen guten Mannschaften gekämpft haben. Ich versuche mich nicht raus zu reden, aber angesichts der Zeit, die wir für die Vorbereitung zur Verfügung hatten, liegt es auf der Hand ... Wir arbeiten immer an Abläufen und Dingen an Bord, und wir sollten im Race statt dessen sehen, was um uns auf dem Regattakurs geschieht. Am Steuer, muss ich noch ganz genau beobachten, was auf dem Boot passiert, um eine Hilfe für alle zu sein. Normalerweise sollte ich über dieses Stadium hinaus sein, beobachten können, was auf dem Kurs, und im Augenblick geschieht, was im aktuell nicht leicht ist, aber mit der Zeit kommen wird…

Wir können sehen, dass die Kiwis und die Amerikaner sehr aggressiv in der Startphase sind...
LP: Ja, tatsächlich. Das ist ihr Job, und sie sind seit fast 20 Jahren Experten darin und sind lange im America´s Cup dabei. Vor allem sind Sie alle super Starter, diese America 's Cup-Champions, aber heute haben wir uns sicherlich nicht blamiert. Davon waren wir weit entfernt, da wir heute alles gegeben haben. Diese Boote sind physisch sehr anspruchsvoll. Es geschieht alles sehr schnell und du bekommst keine Sekunde Zeit um dich auszuruhen.

Abgesehen von den großen Teams, welche anderen Mannschaften haben Sie bislang beeindruckt?
LP: Die Koreaner sind im Allgemeinen gut, was nicht gerade eine große Überraschung ist. Sie waren letztes Jahr unsere Kollegen im Oman Team, deshalb wissen wir, wie gut sie sind und dass sie das Zeug haben, diese Art von Boot gut zu segeln. Mitch Booth ist auch nicht schlecht. Wir holten ihn heute ein, bevor er vor uns die Ziellinie überquerte, ich wollte nichts riskieren. Ich war eher zurückhaltend, da wir Schäden vermeiden möchten. Die Ausnahme sind natürlich die Startphasen, da heißt es alles oder nichts, da sind wir aufs Ganze gegangen.

Wie viel Raum haben Sie für Fortschritte?
LP: Wir werden morgen einen echten Ruhetag einlegen, da alle wirklich müde sind und eine Menge Wind vorausgesagt  ist, so dass kein Segeln geplant ist. Wir werden uns in unsere Basis zurückziehen, wo die Dinge immer besser und besser laufen. Wir arbeiten hart an Land und auf dem Wasser, um allen den französischen Way-of-Life zu zeigen. Es gibt noch viel zu tun, was zu erwarten war. Wenn man eine neue Art von Boot erlernen muss, verschwendet man viel Zeit, was wirklich ermüdend ist. Aber jeden Tag machen wir Fortschritte. Wir bekommen all die kleinen Details in den Griff, welche die Dinge vermeintlich leichter machen. Wir verbessern die Crewarbeit, die Abläufe an Bord und machen gute Fortschritte.

Ergebnisse und mehr information auf:

www.americascup.com

Hintergrundbild: © Gilles Martin-Raget

Photos: © Gilles Martin-Raget

Photos: © Gilles Martin-Raget

Photos: © Gilles Martin-Raget