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News - Extreme Sailing Series™, Akt 8: Zweiter Tag wirbelt Gesamtwertung durcheinander

13.10.2011

Marinepool ist "Offizieller Ausstatter für Funktions- und Lifestylebekleidung der Extreme Sailing Series™, Team Extreme und Oman Sail

12th October 2011
Taktische Rennen und Tausende Zuschauer am Eröffnungstag von Act 8 in Almeria
Tausende Fans strömten am Mittwoch, einem spanischen Feiertag, zum Auftakt von Act 8 der Extreme Sailing Series™ in Almeria. An Land herrschte Party-Stimmung und die Menschen genossen die Aktivitäten und das Unterhaltungsprogramm, als die elf Extreme 40s zum Start der Stadion-Rennen ausliefen. „Das war heute sehr beeindruckend, all diese Menschen hier zu sehen. Das Stadion-Format bringt den Zuschauern die Rennen wirklich näher“, sagte Antón Paz. Der spanische Olympiagold-Gewinner segelte mit dem Team Extreme des deutschen Skippers Roland Gaebler. „Der Druck auf uns ist dadurch während der Rennen noch größer, aber der Applaus der Zuschauer wenn wir über die Ziellinie fahren ist auch sehr motivierend. Gegen diese Topsegler anzutreten, macht jeden besser. Als Roland Gaebler anfing Tornado zu segeln, war ich erst zehn Jahre alt! Er ist für mich ein Vorbild. Und es ist toll für mich als Tornado-Segler, wieder auf Multihulls zu fahren.“
Am ersten Tag der vorletzten Runde in diesem Jahr herrschten leichte Seewinde. Die Bedingungen für die Teams waren anspruchsvoll. Einige fanden ihren Rhythmus, andere dagegen nicht … Gute Taktik und ein wenig Glück gaben den Ausschlag. „Wenn die Bedingungen so sind wie heute, geht es darum, das Boot in Bewegung zu halten und nach dem besten Wind Ausschau zu halten“, sagte Ben Ainslie. „Überhaupt Wind zu haben ist wichtiger als die Richtung, in die du segelst. Wir haben uns daher darauf konzentriert, Windstriche ausfindig zu machen.“
Ben Ainslie und sein Team Oman Air dürften am Mittwoch Abend die zufriedenste Mannschaft gewesen seien, führten sie doch die Zwischenwertung an. Nach einem frustrierenden Auftritt vor zehn Tage in Nizza, dürfte Team Oman am Mittwoch bei ähnlich schwierigen Leichtwindbedingungen Selbstvertrauen getankt haben. „Es war wirklich anspruchsvoll heute“, sagte Ainslie weiter. „Wir mögen eigentlich mehr Wind lieber, aber es war für alle gleich schwierig und der Hafen von Almeria ist phantastisch! Das Team hat sich unter diese schwierigen Bedingungen großartig geschlagen. Um das zu schaffen, musst du gut geplant haben und die Kommunikation muss stimmen. Die Jungs von Oman Air sind phantastisch.“ Der extrem ehrgeizige dreifache Olympiasieger Ainslie nimmt an drei Acts der Extreme Sailing Series teil – Almeria ist der letzte für ihn, und Ainslie ist offenkundig heiß darauf, hier ein Top-Ergebnis abzuliefern, bevor er zu seiner Olympia-2012-Kampagne im Finn zurück kehrt.
Das französische Team Groupe Edmond de Rothschild – das Nizza gewann und in der Gesamtwertung 2011 vorne liegt – lieferte eine solide Leistung ab. In allen Rennen außer einem kam es unter die Top 3. Pierre Pennecs Männer wirkten gelassener und weniger unter Druck als noch in Trapani und Nizza. Ein starke Leistung erbrachte auch die Kiwis vom Emirates Team New Zealand. „Heute ging es vor allem darum, keine großen Fehler zu machen und nicht zu viele Punkte auf die Führenden zu verlieren“, sagte Adam Beashel. „Wir versuchten, die Dinge einfach zu halten“. Beashel ersetzt in Almeria zum dritten Mal Dean Barker als Steuermann. Die Mittwoch-Ergebnisse bestätigten, dass er in dieser starken Klasse der Extreme 40s immer mehr zu seiner Form findet. Der erste Tag endete für ihn mit Platz 3.
Ian Williams und sein Team GAC Pindar gewannen das vierte und letzte Rennen des Tages. Sie überzeugten bei dem leichten Wind durch kluge Arbeit und nutzen ihren Gennaker sogar auf Amwind-Kursen. Dies brachte ihnen Platz 4. Das österreichische Duo Roman Hagara und Peter Steinacher legten einen super Start hin mit zwei aufeinander folgenden zweiten Plätzenund und sahen anfangs, wie schon in Nizza, sehr stark aus. Doch im vorletzten Rennen schafften sie das Zeitlimit nicht, was sie einige Plätze im Klassement kostete.
Max Sirenas Team Luna Rossa segelte überwiegend im Mittelfeld herum. Das schien die Italiener aber nicht zu bekümmern. Sie wissen, dass in den nächsten Tagen noch viele Punkte zu holen sind. Niceforyou, das zweite italienische Team mit Skipper Alberto Baroviers, hätte ein deutlich besseres Ergebnis schaffen können, wäre es nicht im letzten Rennen Letzter geworden. Leigh McMillan’s Team The Wave, Muscat, hatte zum wiederholten Male Schwierigkeiten mit leichten Winden. Auch Team Alinghi aus der Schweiz fand nicht zu seiner Form. Das neugeformte multinationale Team TILT, ebenfalls aus der Schweiz, schaffte immerhin zwei 7. Plätze. „Was für ein Tag!“, freute sich Skipper Alex Schneiter, „wir sind anfangs etwas zu zurückhaltend gesegelt, wollten erst einmal unseren Rhythmus finden. Wir haben hier keine sportlichen Ambitionen, wir wollen einfach so schnell wie möglich lernen, viel Spaß haben und so dicht wie möglich zu den Top-Seglern aufschließen! Man segelt nicht jeden Tag gegen solche Segler.“
Extreme Sailing Series Act 8, Almeria, Andalusien (Spanien) Zwischenstand nach 4 Rennen (12.10.11)
Rang / Team / Punkte
1. Oman Air (OMA), Ben Ainslie / Kinley Fowler / David Carr / Nasser Al Mashari 39 Punkte
2. Groupe Edmond de Rothschild (FRA), Pierre Pennec / Christophe Espagnon / Thierry Fouchier / Hervé Cunningham 31 Punkte
3. Emirates Team New Zealand (NZL), Adam Beashel / Ray Davies / Jeremy Lomas / Derek Seward 30 Punkte
4. Team GAC Pindar (GBR), Ian Williams / Mischa Heemrskerk / Andrew Walsh / Brad Webb 30 Punkte
5. Red Bull Extreme Sailing (AUT), Roman Hagara / Hans Peter Steinacher / Matt Adams / Craig Monk 28 Punkte
6. Luna Rossa (ITA), Max Sirena / Paul Campbell-James / Alister Richardson / Manuel Modena 26 Punkte
7. Niceforyou (ITA), Alberto Barovier / Stefano Rizzi / Daniele De Luca / Simone de Mari 20 Punkte
8. The Wave, Muscat (OMA), Leigh McMillan / Kyle Langford / Nick Hutton / Khamis Al Anbouri 18 Punkte
9. Alinghi (SUI), Tanguy Cariou / Yann Guichard / Nils Frei / Yves Detrey 14 points
10th Team TILT (SUI), Alex Schneiter / Boet Brinkgreve / Charles Favre / Nicolas Heintz 14 Punkte
11. Team Extreme (EUR), Roland Gaebler / Nahid Gaebler / Antón Paz / Tom Buggy 13 Punkte

12th October 2011

Zweiter Tag wirbelt Gesamtwertung durcheinander

Der zweite Tag von Akt 8 der Extreme Sailing Series in Almeria, Spanien, wurde in einem Mix von Wettfahrten auf dem offenen Meer, außerhalb des Hafens der alten Maurenstadt, und einem Inshore Race direkt im Hafen ausgetragen. Manche Mannschaften hatten einen einen Traumstart in den Tag, für manche war Tag 2 eher ein Albtraum.

Die Windgötter zeigten sich zu Beginn des Tages gnädig und sorgten für eine Brise vom Meer mit 6 Knoten, die sich im Laufe des Tages auf nur noch 4 Knoten abschwächte, sodass die 11 Extreme 40 Jachten den letzten Stadionkurs gerade noch zu Ende segeln konnten, bevor Flaute angesagt war. Die gute Nachricht ist, dass für die kommenden Tage mehr Wind vorher gesagt ist, damit sollte actionreiches Stadionsegeln für das spanische und internationale Publikum garantiert sein.

Die vierte Episode der 6-teiligen Extreme Sailing Series TV Serie wurde gestern veröffentlicht und zeigt all die Action von Boston, Cowes und Trapani. Der Beitrag wird europaweit erstmals Samstag, 15. Oktober um 17:30 CET auf CNBC zu sehen sein.

Das schweizer Alinghi Team, mit Skipper Tanguy Cariou, hatte einen wahren Traumstart in den Tag 2 vor Almeria. Alinghi konnte die ersten drei Races des Tages gewinnen und rückte damit zwischenzeitlich auf Platz 4 der Gesamtwertung vor. Ein riesengroßer Sprung, waren die Schweizer doch nach Tag 1 nur auf dem enttäuschenden 9. Rang gelegen. "Heute war in den ersten drei Wettfahrten alles perfekt. Die Starts, die Taktik, die Bootsgeschwindigkeit, wir hätten uns kein besseres Szenario erträumen können", sagte ein glücklicher Tanguy Cariou. "Leider konnten wir im Stadionrace nicht daran anknüpfen. Wir hatten Schwierigkeiten im Team, da den richtigen Rhythmus zu finden." Alinghi überschritt das Zeitlimit und wurde im letzten Race als "nicht beendet" gewertet. Tanguy bleibt aber optimistisch: "In Sachen Wind haben wir das Schlimmste wohl hinter uns. Die nächsten Tage sollten wir gute Windverhältnisse haben, und wir freuen uns darauf."

Ben Ainslies Team Oman Air konnte den ersten Platz in der Gesamtwertung verteidigen. Wirklich eindrucksvoll, wenn man bedenkt, dass das Segeln auf Extreme 40 noch relativ neu für den dreifachen Goldmedaillengwinner ist: "Das alles hier ist für mich eine riesiger Lernprozess", meinte Ainslie. "Ich segle in der Extreme Sailing Series zum erstenmal überhaupt auf Katamaranen und lerne jeden Tag dazu, was sehr befriedigend ist."

Emirates Team New Zealand, dieses Mal wieder mit Adam Baeshel als Steuermann, konnte konstante Ergebnisse ersegeln und mit harter Arbeit den zweiten Platz erkämpfen, nur 3 Punkte hinter Oman Air. Leigh McMillans The Wave, Muscat, hatte ebenfalls einen erfolgreichen Tag. Die Omanis konnten das letzte Race des Tages im Stadionformat gewinnen. Ihr erster Sieg nach Trapani. "Wir sind endlich aus dem Schlamassel, in dem wir uns seit Nizza befanden", sagte Leigh. "Wir haben uns neu motiviert und waren heute auf der richtigen Seite des Spieles, es ist gut gelaufen. Es tut gut, wieder ein Top-Ergebnis erzielt zu haben und nahe genug an den Führenden zu sein, um noch gewinnen zu können. Das Team aus dem Oman ist nun 4. nachdem es nach Tag 1 noch auf dem 8. Rang gelegen war. 5 Punkte fehlen auf Groupe Edmond de Rothschild. Ian Williams und GAC Pindar verbesserten sich einen Rang und sind nun 5., während Max Sirenas Luna Rossa einen Rang einbüßte und nun 6. ist. Roman Hagaras Red Bull Extreme Racing hatte einen ganz schlechten Tag auf dem Wasser. Mit einem 10., einem 8. Platz und einer Zeitlimitüberschreitung, war der Österreicher naturgemäß gar nicht zufrieden mit seiner Leistung. Die Bullen sind damit nur 9. und einen Platz vor Team Extreme. Letztere ersegelten einen 3. Platz, das bisher beste Ergebnis in Almeria. "Wir werden sehen wie wir uns bei mehr Wind schlagen werden", meinte der spanische Olympiasieger Antón Paz, der diesmal bei Team Extreme als Trimmer am Werk ist. "Diese Boote sind groß und physisch sehr fordernd. Wir hatten bei dem leichten Wind noch eine Verschnaufpause. Mit mehr Wind wird es aber harte Arbeit sein." Das neue TILT Team ist nach zwei Tagen am Ende der Rangliste.

 

Extreme Sailing Series Akt 8, Almeria, Andalusien (Spanien), Gesamtwertung nach 9 Wettfahrten (13.10.11)

Position / Team / Punkte


1. Oman Air (OMA), Ben Ainslie / Kinley Fowler / David Carr / Nasser Al Mashari 72
Punkte

2. Emirates Team New Zealand (NZL), Adam Beashel / Ray Davies / Jeremy Lomas / Derek Seward 69 Punkte

3. Groupe Edmond de Rothschild (FRA), Pierre Pennec / Christophe Espagnon / Thierry Fouchier / Hervé Cunningham 64 Punkte

4. The Wave, Muscat (OMA), Leigh McMillan / Kyle Langford / Nick Hutton / Khamis Al Anbouri 60 Punkte

5. Team GAC Pindar (GBR), Ian Williams / Mischa Heemrskerk / Andrew Walsh / Brad Webb 55 Punkte

6. Luna Rossa (ITA), Max Sirena / Paul Campbell-James / Alister Richardson / Manuel Modena 54 Punkte

7. Alinghi (SUI), Tanguy Cariou / Yann Guichard / Nils Frei / Yves Detrey  52 Punkte

8 Red Bull Extreme Sailing (AUT), Roman Hagara / Hans Peter Steinacher / Matt Adams / Craig Monk 48 Punkte

9. Niceforyou (ITA), Alberto Barovier / Stefano Rizzi / Daniele De Luca / Simone de Mari 41 Punkte

10. Team Extreme (EUR), Roland Gaebler / Nahid Gaebler / Antón Paz / Tom Buggy 40 Punkte

11. Team TILT (SUI), Alex Schneiter / Boet Brinkgreve / Charles Favre / Nicolas Heintz 32 Punkte

www.extremesailingseries.com

 

Die Extreme Sailing Series Kollektion von Marinepool ist unter der folgenden Adresse online erhältlich:

www.extreme-sailing-series-store.com

© Lloyd Images

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