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News - Extreme Sailing Series™: Kiwis am Finaltag von Akt 3, Istanbul, in Pole Position

29.05.2011

Marinepool ist "Offizieller Ausstatter für Funktions- und Lifestylebekleidung der Extreme Sailing Series™ und Team Extreme

Gewaltiger Crash in Istanbul – Alinghi rammt Gaebler
Die Hauptrolle in diesem Drama hätten Roland Gaebler und sein Team Extreme sich gerne erspart: Mit hoher Geschwindigkeit raste am Freitag Nachmittag die Schweizer Alinghi-Yacht in Gaeblers Rennkatamaran und bohrte ein tiefes Loch in den Steuerbordrumpf. „Es rummste gewaltig“, berichtete das deutsche Segel-Ass anschließend, „es war absolut furchteinflößend, wie die 1,2 Tonnen schweren Boote sich in einander verkeilten. Wie ein Auto, das von 200 km/h auf Null bremst. Das Boot blieb innerhalb einer Sekunde komplett stehen.“
Der Zusammenstoß von Alinghi und Team Extreme am 3. Tag von ACT 3 der Extreme Sailing Series™ in Istanbul war der spektakulärste Crash seit 2009. Bei böigen Winden im vierten Rennen des Tages, wollte Alinghi in einer engen Situation eigentlich ausweichen. Das Manöver misslang , Alinghi beschleunigte und rammte das Heck von Roland Gaeblers Team Extreme. Noch in 500 Metern Entfernung, im Race Village, konnte man den Knall hören. Alinghi-Segler Yves Detrey wurde mit einer Armverletzung abgeborgen, die sich jedoch als nicht so schlimm erwies. Wegen des großen Lochs in der Bordwand, musste Team Extreme von einem Schlauchboot gesichert werden. Für beide Teams war der Renntag damit beendet. Mit einer Nachtschicht wollten die Shore-Crews versuchen, die Boote wieder startfähig zu machen.
Dieses Video dokumentiert den spektakulären Crash.
Für den Rest der Extreme-40-Flotte verlief der Freitag erfreulicher. Neun Rennen an einem Tag bedeuteten einen Rekord – und müde Segler am Abend. Die französische Groupe Edmonde de Rothschild setzte sich dabei an die Spitze des Feldes und verdrängte Terry Hutchinsons Artemis. Sechs Teams haben noch die Chance, am Sonntag Abend auf dem Siegertreppchen zu stehen.
Extreme Sailing Series – Act 3, Istanbul
Zwischenstand nach dem 3. Tag (27.5.11)
Rang / Team / Skipper & Crew / Punkte
1. Groupe Edmond de Rothschild (FRA), Pierre Pennec / Christophe Espagnon / Thierry Fouchier / Hervé Cunningham 171 Punkte
2. Artemis Racing (SWE), Terry Hutchinson / Rodney Ardern / Morgan Trubovich / Julien Cressant 170 Punkte
3. Emirates Team New Zealand (NZL), Dean Barker / Glenn Ashby / James Dagg / Jeremy Lomas 163 Punkte
4. Luna Rossa (ITA), Max Sirena / Paul Campbell-James / Alister Richardson / Manuel Modena 156 Punkte
5. The Wave, Muscat (OMA), Torvar Mirsky / Kyle Langford / Nick Hutton / Khamis Al Anbouri 153 Punkte
6. Red Bull Extreme Sailing (AUT), Roman Hagara / Hans Peter Steinacher / Will Howden / Craig Monk 140 Punkte
7. Team GAC Pindar (GBR), Ian Williams / Mark Ivey / Mischa Heemskerk / Jono Macbeth 121 Punkte
8. Niceforyou (ITA), Alberto Barovier / Mark Bulkeley / Daniele de Luca Simone de Mari 112 Punkte
9. Oman Air (OMA), Sidney Gavignet / Kinley Fowler / David Carr / Nasser Al Mashari 112 Punkte
10. Alinghi (SUI), Tanguy Cariou / Yann Guichard / Nils Frei / Yves Detrey 111 Punkte
11. Team Extreme (EUR), Roland Gaebler / Bruno Dubois / Sebbe Godefroid / Nicholas Heintz 88 Punkte

29. Mai, Istanbul, TUR

Kiwis gehen auf Pole Position in den letzten Tag von Akt 3 der EXSS, Istanbul

Artemis Racing war bei Akt 3 der Extreme Sailing Series™ zwei Tage lang in Führung gelegen, gestern lag Groupe Edmond de Rothschild am Ende des Tages in Führung. Heute ging die nächste Runde beim Versuch die Serie zu dominieren and die Südhalbkugel. Dean Barker´s Emirates Team New Zealand lieferte den anderen Teams einen harten Kampf und führt vor dem Finale am Sonntag mit 4 Punkten vor dem schwedischen Team Artemis Racing: "Dein Glück liegt in den Händen von dem da oben und man muß aus dem, was man bekommt, das Beste machen", sagte Dean Barker. "Ich glaube wir segeln besser und besser, trotzdem kommt man nie vom Wasser zurück und hat das Gefühl einen guten Tag gehabt zu haben, es ist immer als hätte man gerade noch überlebt."

Der Größte Sprung im Klassement kam heute von The Wave, Muscat, jeder Jacht, die vom jüngsten Skipper im Feld, Torvar Mirski, gesteuert wird und nun auf Platz 3 liegt. Auch die Leistung der schweizer Equipe Alinghi ist anzuerkennen. Sie segelten Samstag wieder, nachdem sie Freitag in einen Mega Crash mit Team Extreme involviert waren und die ganze Nacht am Schiff gearbeitet wurde um den zerstörten Bug wieder instand zu setzen.

Am vorletzten Tag wurden 10 Races gesegelt. Begonnen wurde der Tag mit Speedrennen Boot gegen Boot, später wechselte man auf Fleet Racces. Der Wind setzte um die Mittagszeit ein und war mit 10 Knoten leicht, die Böen waren aber um vieles stärker. Großartige Bedingungen für die Speed Duelle und ein Spektakel für die zahlreichen Zuseher. Der landesweit ausstrahlende türkische Sender TRT brachte 3 Races live im Fernsehen, die einstündige Übertragung wurde über die Website der Extrem Sailing Series™ auch live gestreamt.

Vor dem zehnten und finalen Race des Tages waren Emirates Team New Zealand und Artemis Racing mit 217 Zählern punktegleich auf Platz 1, Groupe Edmond de Rothschild mit 214 knapp dahinter gelegen. Barker führte das Feld vom Start weg an, Hutchinson und Artemis schafften diesmal nur Rang 5 und Pierre Pennec´s Crew war 9., nachdem sie auf der ersten Kreuz einen Penalty ausgefaßt hatten. Luna Rossa war ebenfalls punktegleich mit The Wave, Muscat. Die Italiener waren aber beim Start über der Linie und The Wave, Muskat, entkam und beendete die Wettfahrt auf Platz 3, was auch in der Gesamtwertung Rang 3 bedeutete.

Morgen fällt in Istanbul die Entscheidung, mehr als 100 Punkte sind noch zu vergeben und fünf Teams nach wie vor in der Position zu gewinnen, liegen zwischen dem Ersten und Fünften doch nur 13 Punkte. "Alles kann sich noch ändern", sagte Barker. "Es fühlt sich gut an, vor dem Finaltag in Führung zu liegen, aber du bist immer nur so gut wie dein nächstes Race. Mit 7-8 Wettfahren morgen kann noch alles passieren.

Einer der sicherlich das Podium noch schaffen kann ist Roman Hagara mit seinem Red Bull Extreme Sailing Team und 187 Punkten. Team Extreme erhielt nach dem Crash, der das Ende in der Regatta für Gäbler´s Crew bedeutete, Wiedergutmachung (5,2 Punkte für jedes Race) und hält bei 177,6 Punkten. Oman Air hatte einen durchwachsenen Tag und hält bei 170 Punkten, Alinghi liegt bei 161. Team GAC Pindar hatte einige große Momente und liegt mit 160 Punkten noch vor Niceforyou.

Sehen Sie eine 60 sec. Zusammenfassung vom 4. Tag

 

Extreme Sailing Series Akt 3 Istanbul
Gesamtwertung nach dem 4. Tag (28.5.11)

Position / Team / Skipper & crew / Punkte

1. Emirates Team New Zealand (NZL), Dean Barker / Glenn Ashby / James Dagg / Jeremy Lomas 228 points

2. Artemis Racing (SWE), Terry Hutchinson / Rodney Ardern / Morgan Trubovich / Julien Cressant 224 points

3. The Wave, Muscat (OMA), Torvar Mirsky / Kyle Langford / Nick Hutton / Khamis Al Anbouri 218 points

4. Groupe Edmond de Rothschild (FRA), Pierre Pennec / Christophe Espagnon / Thierry Fouchier / Hervé Cunningham 217 points

5. Luna Rossa (ITA), Max Sirena / Paul Campbell-James / Alister Richardson / Manuel Modena 215 points

6. Red Bull Extreme Sailing (AUT), Roman Hagara / Hans Peter Steinacher / Will Howden / Craig Monk 187 points

7. Team Extreme (EUR), Roland Gaebler / Bruno Dubois / Sebbe Godefroid / Nicholas Heintz 177.6 points

8. Oman Air (OMA), Sidney Gavignet / Kinley Fowler / David Carr / Nasser Al Mashari 170 points

9. Alinghi (SUI), Tanguy Cariou / Yann Guichard / Nils Frei / Yves Detrey 161 points

10. Team GAC Pindar (GBR), Ian Williams / Mark Ivey / Mischa Heemskerk / Jono Macbeth 160 points

11. Niceforyou (ITA), Alberto Barovier / Mark Bulkeley / Daniele de Luca Simone de Mari 153 points


www.extremesailingseries.com

Hintergrund Foto: © Lloyd Images

 

Führen vor dem Finale: Emirates Team New Zealand ?© Lloyd Images

Nach einem großartigen Tag auf Platz 3: The Wave, Muscat?© Lloyd Images

Türkische Folklore Band beim Akt 3?© Lloyd Images