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News - Extreme Sailing Series™, Finaltag: Luna Rossa gewinnt spektakulären Act 2 in Qingdao

17.04.2011

Marinepool ist "Offizieller Ausstatter für Funktions- und Lifestylebekleidung der Extreme Sailing Series™

2. Akt, Qingdao, China, 17. April 2011

Roland Gaebler bei „Heimspiel“ in China auf Rang 8

Der dramatische zweite Act der 2011 Extreme Sailing Series™ im olympischen Segelrevier von Qingdao ist zu Ende. Kenterungen und Kollisionen prägten die Wettfahrten in dem natürlichen Amphitheater von Qingdao, das eine perfekte Kulisse für diese Art von Stadion-Regatten bildete. Ganze fünf Punkte trennten nach 29 Rennen die ehemaligen America’s-Cup-Rivalen Luna Rossa und Emirates Team New Zealand von einander. Bis zum allerletzten Rennen, in dem die doppelte Punktzahl vergeben wurde, kämpfte das italienische Team um den Sieg. „Wir sind wirklich sehr glücklich“, freute sich Skipper Max Sirena, „das wird heute eine lange Nacht für das Luna-Rossa-Team! Für uns ist das ein großartiges Ergebnis, besonders weil wir ein neues Team sind. Wir haben zwar Paul und Alistair an Bord, die im vergangenen Jahr zum Siegerteam gehörten. Aber Manuel und ich müssen noch viel lernen. Im Vergleich zu unserem Ergebnis in Muscat, haben wir uns hier in Qingdao wirklich verbessert. Wir haben das Boot im Griff und die Kommunikation an Bord klappte viel besser.“

Für die 44 Segler wird die Erinnerung an Qingdao noch lange lebendig bleiben – die nachts hell erleuchteten Gebäude; die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Gastgeber aus Qingdao; die spektakuläre Eröffnungsfeier; und natürlich der dramatische dritte Tag: Ein schwerer Zusammenstoß, vier Kenterungen und ein gebrochener Mast waren der Preis für die durch extreme Böen geprägten Wettfahrten. Nach einer erholsamen Nacht gingen aber am nächsten Morgen alle Boote und Segler wieder an den Start. Ein neu zusammen geschnittenes Video, das auch Kommentare der Crews über die dramatischen Rennen enthält, ist jetzt auf dem YouTube Channel der Extreme Sailing Series™ zu sehen:

 

 

Sahen die Zuschauer in Qingdao am Freitag noch eine Flotte von elf Booten im Survival Mode, prägten taktisch geprägte Leichtwind-Regatten die letzten beiden Tage. Diese boten Massenstart-Rennen in und vor der Fushan-Bucht ebenso wie Wettfahrten eins gegen eins. Das als „City of Sails“ bekannte Qingdao war zuvor schon Gastgeber der olympischen Segelspiele 2008 und Etappenziel des Volvo Ocean Race und des Clipper Race; derartige spektakuläre und enge Wettfahrten wie die der Extreme 40s hatten die Segelfans aber selbst hier noch nicht erlebt. Zu tausenden strömten die Zuschauer zu den Rennen.

„In den letzen Tagen war das Wetter ein bisschen schwierig, aber auf  schwierige Bedingungen müssen wir nun einmal vorbereitet sein“, sagte Dean Barker. Der Skipper von Emirates Team New Zealand bemühte sich, seine Enttäuschung herunter zu schlucken: „Fünf Boote hatten heute morgen noch realistische Chancen, das Event zu gewinnen. Gestern gab es für uns ein paar böse Überraschungen, aber insgesamt lief es eigentlich ganz ordentlich, so dass ich sehr zufrieden bin. Im Vergleich zu Almeria im Oktober vergangenen Jahres, bedeutet es einen großer Fortschritt, hier mit auf dem Siegertreppchen zu stehen. Aber es gibt auch noch viel zu tun für uns.“

Das französische Team an Bord von Groupe Edmond de Rothschild, das Act 1 gewonnen hatte, segelte am letzten Tag ebenfalls brillant und sicherte sich mit Rang 3 in der Gesamtwertung noch den letzen Platz auf dem Podium.

Red Bull Extreme Sailing, die zu den Gekenterten gehörten, dürften nach ihrem starken Start in das Event mit Rang 4 unzufrieden sein. Ebenso enttäuscht war das Schweizer Alinghi-Team, das mit Ambitionen auf einen Podiums-Platz in den letzen Tag gestartet waren. „Wir sind zu Beginn des Events gut gestartet. Heute lief es aber nicht gut. Wir hatten Probleme mit der Startlinie, machten taktische Fehler, die Bootsgeschwindigkeit stimmte nicht, irgendwie war der Wurm drin“, sagte Skipper Tanguy Cariou. „Das ist schade, wir sind wirklich enttäuscht von dem Ergebnis. Jetzt müssen wir alles analysieren, um uns in Istanbul zu verbessern.“

Artemis Racing mit dem argentinischen Skipper Santi Lange brauchte eine Weile, um seine Form zu finden. Das überraschte nicht, musste das Team doch auf seinen etatmäßigen Skipper Terry Hutchinson verzichten und hatte nur wenig Zeit zum gemeinsamen Trainieren. Zur Halbzeit lief es dann aber schon sehr ordentlich und am Ende sprang ein respektabler sechster Rang heraus. The Wave, Muscat, und Oman Air, die am dritten Tag erst heftig zusammen stießen und später auch noch kenterten, wurden am Ende siebter beziehungsweise neunter. „Was war das für uns für eine Woche! Ich glaube für Oman Air war das heute der beste Tag der Saison. Wir konnten ein Rennen für uns entscheiden und hatten einige gute Starts“, sagte Oman-Air-Skipper Sidney Gavignet. „Wir können wieder an uns glauben, nachdem wir vor zwei Tagen ein bisschen wie Trottel wirkten. Heute sehen wir schon wieder deutlich besser aus.“

Begeistert von dem Event äußerte sich der deutsche Skipper des Team Extreme, Roland Gaebler: „Das war vielleicht die beste Segelwoche, die Qingdao je gesehen hat! Es war einen extreme Woche mit verrückten Winden und Hammerböen.“ Gaebler nimmt an jedem Austragungsort einen Spitzensegler des Gastgeberlandes in sein Team auf. „Gesamtplatz 8 ist nun nicht der Superrenner. Doch wir sind stolz, mit unserem chinesischen Segler William Wu gute Einzelplätze ersegelt zu haben. Mit zwei Siegen im Fleetrace gegen einige der besten Segler der Welt und einem Sieg im Match Race haben wir gezeigt, dass wir einen großen Schritt nach vorne gemacht haben“, freute sich der mehrfache Tornado-Weltmeister und Olympiamedaillen-Gewinner. Dank des chinesischen Mitseglers Wu, den das Publikum frenetisch feierte, wurde Act 2 für das Team Extreme zu einem echten Heimspiel mit vielen emotionalen Höhepunkten.
Am Tabellenende von Act 2 fanden sich das italienische Team Niceforyou und das britische Team GAC Pindar wieder. Beide hatten ihre starken Momente und zeigten Potenzial, auf der steilen Extreme-40-Lernkruve weiter nach oben zu steigen.

Begeistert von dem Event äußerte sich der deutsche Skipper des Team Extreme, Roland Gaebler: „Das war vielleicht die beste Segelwoche, die Qingdao je gesehen hat! Es war einen extreme Woche mit verrückten Winden und Hammerböen.“ Gaebler nimmt an jedem Austragungsort einen Spitzensegler des Gastgeberlandes in sein Team auf. „Gesamtplatz 8 ist nun nicht der Superrenner. Doch wir sind stolz, mit unserem chinesischen Segler William Wu gute Einzelplätze ersegelt zu haben. Mit zwei Siegen im Fleetrace gegen einige der besten Segler der Welt und einem Sieg im Match Race haben wir gezeigt, dass wir einen großen Schritt nach vorne gemacht haben“, freute sich der mehrfache Tornado-Weltmeister und Olympiamedaillen-Gewinner. Dank des chinesischen Mitseglers Wu, den das Publikum frenetisch feierte, wurde Act 2 für das Team Extreme zu einem echten Heimspiel mit vielen emotionalen Höhepunkten. Am Tabellenende von Act 2 fanden sich das italienische Team Niceforyou und das britische Team GAC Pindar wieder. Beide hatten ihre starken Momente und zeigten Potenzial, auf der steilen Extreme-40-Lernkruve weiter nach oben zu steigen.

Die 2011 Extreme Sailing Series zieht jetzt weiter ins türkische Istanbul, wo vom 25. bis 29. Mai gesegelt wird. Zwei Acts sahen bislang zwei Sieger – Groupe Edmond de Rothschild (Act1 und Gesamtführung 2011) und diesmal Luna Rossa. Wird sich in Istanbul ein weiteres Team in die Siegerliste eintragen können? Der erfolgreiche Skipper von Act 2 ist jedenfalls schon heiß: „Also, wir freuen uns richtig auf Istanbul. Ich bin sicher: dort wir es wieder richtig eng zugehen“, versprach Max Sirena.

 

Gesamtwertung Act 2, Qingdao, China, nach Tag 5 (17.4.11)

Rang / Team / Skipper & Crew / Punkte

1. Luna Rossa (ITA), Max Sirena / Paul Campbell-James / Alister Richardson / Manuel Modena 227 Punkte

2. Emirates Team New Zealand (NZL), Dean Barker / Glenn Ashby / Jeremy Lomas / Richard Meacham 222 Punkte

3. Groupe Edmond de Rothschild (FRA), Pierre Pennec / Christophe Espagnon / Thierry Fouchier / Hervé Cunningham 214 Punkte

4. Red Bull Extreme Sailing (AUT), Roman Hagara / Hans Peter Steinacher / Will Howden / Craig Monk 200 Punkte

5. Alinghi (SUI), Tanguy Cariou / Yann Guichard / Nils Frei / Yves Detrey 198 Punkte

6. Artemis Racing (SWE), Santiago Lange / Rodney Ardern / Morgan Trubovich / Andy Fethers 174 Punkte

7. The Wave, Muscat (OMA), Torvar Mirsky / Kyle Langford / Nick Hutton / Khamis Al Anbouri 150 points

8. Team Extreme (EUR), Roland Gaebler / Bruno Dubois / Sebbe Godefroid / William Wu 141 points

9. Oman Air (OMA), Sidney Gavignet / Kinley Fowler / David Carr / Nasser Al Mashari 137 points

10. Niceforyou (ITA), Alberto Barovier / Mark Bulkeley / Daniele de Luca Simone de Mari 122 points

11. Team GAC Pindar (GBR), Ian Williams / Brad Webb / Gilberto Nobili / Jono Macbeth 64 points

 

Extreme Sailing Series 2011 Gesamtwertung

Rang / Team / Punkte

1. Groupe Edmond de Rothschild, 20 Punkte

2. Luna Rossa, 18 Punkte

3. Emirates Team New Zealand, 18 Punkte

4. Artemis Racing, 16 Punkte

5. Red Bull Extreme Sailing, 15 Punkte

6. Alinghi, 13 Punkte

7. The Wave, Muscat, 10 Punkte

8. Team Extreme, 7 Punkte

9. Oman Air, 7 Punkte

10. Niceforyou, 4 Punkte

11. Team GAC Pindar, 2 Punkte


www.extremesailingseries.com

Background Photo: © Lloyd Images

Champagner Dusche für die Sieger Luna Rossa?© Lloyd Images

Fleet Race vor der Skyline von Qingdao am Finaltag?© Lloyd Images

Siegerehrung vor riesiger Zuschauermenge ?© Lloyd Images