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News - Barcelona World Race: Kito de Pavant/Sebastien Audigane segeln in Führungsgruppe!

08.02.2011

BARCELONA WORLD RACE - D+38

Einmal kein Wind, dann wieder zu viel! Das Wetter hatte für die Teilnehmer am Barcelona World Race bisher alle Extreme zu bieten. Seit dem Wochenende gibt es ruhigere Segelbedingungen, großartige Wettfahrtbedingungen für Groupe Bel die sich bei diesen Verhältnissen leicht manövrieren läßt. Bedingungen, die dem Indischen Ozean würdig sind.

Sie segeln vor dem Wind, mit guten Gleitphasen, gut genug um Kito zufrieden zu stellen. Zu guter Letzt erfährt er den Großen Süden von seiner besten Seite. Westwind mit mehr als 20 knoten und die beiden Freunde auf Groupe Bel jagen Estrella Damm nach, dem nächsten Boot vor ihnen, das derzeit eine Vorsprung von 110 Seemeilen hat.

Groupe Bel ist Vierte, 915 Seemeilen hinter Virbac-Paprec 3, aktuell eine Klasse für sich. Kito und Seb kennen das Potential ihrer Yacht genau und attackieren was das Zeug hält. Es gibt nur ein kleines Handicap. Seb verletzte sich Sonntag am Steißbein als er den Spinnaker aufzog.

Kleine Verletzungen im tiefen Süden

Nach 37 Tagen auf See, ohne die kleinste Pause, seit das Race in Barcelona begann, sind kleine Verletzungen auf der Tagesordnung. Sonntag setzte Sep den Spinnaker, verlor kurz die Balance und landete mit dem Steißbein auf der Fußleiste. "Ich landete auf meinem Hinterteil. Ich hatte anfangs ziemliche Schwerzen, aber war in der Lage das Manöver zu beenden. Ich nahm einige Entzündungshemmer und in ein paar Tagen werde ich wieder ok sein". Seb ist groß und kräftig und das vorteilhafte Wetter sollte das Seine zur raschen Erholung tun. "Wir sind in einer Westwetterlage mit 20-25 Knoten Wind. Es ist großartig, wir sind voll im Gleiten und Steuern macht Spaß! Es ist jetzt ein reines Geschwindigkeitsrennen bis Neuseeland", sagt der Mann aus Brest.

Kito,  der ebenfalls wieder bei 100% seiner Leistungsfähigkeit ist, machte einen Ausflug auf den Mast um ein Problem zu lösen, hatte doch ein Karabiner ein Segel am Masttop blockiert. "Das Reservefall war blockiert. Faktisch bin ich umsonst rauf. Wir hatten nur nicht stark genug gezogen. Aber es war eine Möglichkeit das Rig zu kontrollieren. Ich war nicht sehr lange oben, die Welle macht den Aufenthalt in 30m Höhe nicht gerade zum Vergnügen. Es ist nicht einfach sich auf dem Flügelmast zu halten, der sehr breit ist. Ich war etwa 30 Minuten am Mast und glücklicherweise war das Wetter auf unserer Seite. Ich hasse diese Kletterei und versuche es immer zu vermeiden. Wie auch immer, alles war ok da oben", sagte Kito, der das Segeln bei Kälte nach und nach kennenlernt. "Die Gischt ist eisig", aber alles ist ok.

Zwischen den Toren

Nach vielen Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als zwanzig Knoten, ist Groupe Bel nun etwas langsamer unterwegs. Die Crew hat ein wenig Speed aus dem Schiff genommen. Aus Sicherheitsgründen. Die alte Regel "um zu siegen, muß man erst ins Ziel kommen" muß immer im Hinterkopf bleiben. Ab Montag begann ein neues Geschwindigkeitsrennen im Indischen Ozean. Unter vollen Segeln, mit Spinnaker und Groß. Man muß den Fakten ins Auge sehen. Wegen der Sicherheitstore auf dem Kurs, kann man taktisch nicht viel machen. Aber das Rennen kann sich nahe Neuseeland wieder rasch verändern, für den Moment gilt es so schnell und sicher wie möglich zu segeln.

"Wir werden für eine Weile im einstelligen Bereich segeln, mit diesen Toren so weit im Norden und solchen Entfernungen, die zu bewältigen sind. Der Wind wird auf Nordosten drehen und wir werden am Abend halsen um uns nördlich eines Tiefdruckgebietes zu positionieren, das uns ans nächste Gate, der "Australian Barrier" bringen wird. Dann sollte uns das Hochdruckgebiet nördlich des Tores das Passieren ermöglichen, der Westwind hinter uns sieht recht normal aus. Es wird schwierig für die Boote vor uns und nach Neuseeland könnte es einige Überraschungen geben", erklärt Seb.

Ranking Montag, 7. Februar um 15:00 UTC +1

1 - Virbac-Paprec 3 / Jean-Pierre Dick & Loick Peyron, 14 307 miles distance to finish
2 - Mapfre / Iker Martinez & Xabi Fernandez, 772 miles distance
3 - Estrella Damm / Alex Pella & Pepe Ribes, 807 miles distance to finish
4 - Groupe Bel / Kito de Pavant & Seb Audigane, 915 miles 
5 - Renault / Pachi Rivero & Antonio Piris 1147 miles
6 - Mirabaud / Dominique Wavre & Michèle Parret, 1668 miles
7 - Neutrogena / Boris Herrmann & Ryan Breymaier, 1682 miles

Hintergrundinfo zum Barcelona World Race:

Regatta non-stop um die Welt für 2 Crews. Gesegelt wird auf IMOCA 60 Yachten mit einem Rumpf. Start war am 31. Dezember 2010 in Barcelona, organisiert wird die Veranstaltung von der FNOB (Fundació per la Navegació Oceànica Barcelona). Der Kurs ist etwa 25.000 Seemeilen oder 46.300 Kilometer lang und führt um alle Kaps und zwischen den beiden Inseln von Neuseeland hindurch. 30 Segler, 8 Nationalitäten, 3 Damen im Feld.

Projekt Website : www.sharingsmilestour.com 
Offizielle Website: www.barcelonaworldrace.org

Hintergrundbild: © Guilain Grenier

© Group Bel

© Guilain Grenier

© Group Bel