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News - Fleetracing bei der Louis Vuitton Trophy Dubai

25.11.2010

Italiener gewinnen Fleetrace bei der Louis Vuitton Trophy Dubai

Bei den heutigen Fleetrennen vor dem Dubai International Marine Club, in denen jedes Team 2 Wettfahrten segelte, durften die einheimischen Show Skipper auf den Booten der sechs internationalen Teams als 18. Mann mit an Bord gehen.

Garvin Brady und sein italienisches Team Mascalzone konnten die Gesamtwertung der Fleetrennen mit zwei Siegen deutlich für sich entscheiden. Auf den zweiten Platz kamen All4One und das schwedische Team Artemis, gefolgt von Emirates Team New Zealand auf Platz 3.

 

Im Verlauf von Rund Robin 1 und 2 haben die Italiener es nicht geschafft konstante Ergebnisse einzufahren. Im Fleetrace haben sie aber bewiesen was sie können und einen super Job gemacht. Bei sehr ruhiger See und drehenden Winden mit maximal sieben Knoten haben Brady und sein Team sich keinen einzigen Fehler erlaubt.

In der ersten Wettfahrt konnte Brady eine gute Startposition behaupten und seine Führung bis ins Ziel sogar noch weiter ausbauen.

Die Italiener entschieden sich in der zweiten Wettfahrt für einen Start auf der Backbord-Seite der Linie. Nachdem sie zunächst hinter dem ganzen Feld durchfahren mussten, konnten sie aber bis zur ersten Bojenrundung die Führung erobern und bis ins Ziel wieder weiter ausbauen. Die progressive Taktik der Italiener hat sich bei den Leichtwindkonditionen definitiv bezahlt gemacht.

 

1. Wettfahrt

Mascalzone Italy konnte mit einem perfekten Start, ganz in Lee, einen Start-Ziel Sieg einfahren. Auch ETNZ legte einen guten Start hin, mussten sich aber dann dem russischen Synergy Team in einem kleinen Wendenduell geschlagen geben. Nachdem sich anschließend auch noch das Team All4One über sie drüber gelegt hat, mussten sie sich mit dem vorerst letzten Platz abfinden. Mit guten taktischen Manövern auf dem Vorwindkurs konnten sie sich schließlich auf den zweiten Platz zurück kämpfen, gefolgt von All4ONe auf Rang 3 und Synergy auf Platz 4.

 

2.Wettfahrt

Dean Barker konnte mit seinem Team Emirates New Zealand den besten Start für sich behaupten, BMW Oracle weit in Lee und deutlich vor den beiden Teams Artemis und All4One. Sebastian Col und sein deutsch-französisches Team entschieden sich früh für die recht Seite und folgten als einziges der Teams nicht den Neuseeländern. All4One hatte mit Backbordschoten Wegerecht an der Bahnmarke und konnte die Führung bis ins Ziel für sich behaupten.

 

3. Wettfahrt

Da es schon sehr früh dunkel wurde, musste die Wettfahrtleitung die Bahn im letzten der drei Fleetraces auf zwei Runden verkürzen.

BMW Oracle konnte die Tonnenseite der Startlinie für sich behaupten. Mascalzone drehte vor dem Startschuss nochmals und startete auf Steuerbordbug, musste dabei allerdings am Heck aller anderen Teilnehmer vorbei. Artemis wendete ebenfalls und folgte den Italienern, segelte dann aber ganz auf die rechte Seite hinaus, während Brady sich in der Mitte des Kurses hielt. Die Schweden überstanden die Layline viel zu weit als der Wind drehte, waren aber immer noch besser positioniert als jene Yachten, die sich für die linke Seite des Kurses entschieden hatten. Mascalzone rundete die Luvtonne zuerst, Artemis war 2. danach kamen Synergy und BMW Oracle war die letzte Yacht um die Tonne. In dieser Reihenfolge ging es auch bei Sonnenuntergang durch das Ziel.

 

Vorläufiges Gesamtergebnis:

1.  Mascalzone Latino Audi, 1-1, 2 pt
2.  Artemis Racing, 2-2, 4 pts / All4One, 3-1. 4 pts
4.  Emirates Team New Zealand, 2-3, 5 pts
5.  Synergy Russian Sailing Team, 4-3, 7 pts
6.  BMW Oracle Racing Team, 4-4, 8 pts

 

 

Im Anschluss an die Regatta verleihte Sade Hareb, der Präsident des DIMC, Gravin Brady den Siegerpokal. Brady und sein Team bekamen eine Erinnerungsmedallie.

Nach der Siegerehrung wurden die Paarungen für das Semifinale bekannt gegeben. James Spithill hat sich für All4One entschieden, ETNZ bleibt somit das Synergy Russian Sailing Team als Gegner. Die Teams, die im Semifinale als erstes 2 Siege einfahren, begegnen sich dann am Samstag, den 28.November im Finale.

 

Im Gedenken an die 29 Verunglückten der Explosion in der Pike River Kohlemine trugen die Neuseeländer während den Wettfahrten eine schwarze Armbinde. Sie planen für den Tag des Semi-Finals eine kurze Gedenkzeremonie auf dem Wasser.

 

Weitere Informationen, Fotos, Videos, Live Stream und Live Animationen unter:

www.louisvuittontrophy.com

© Bob Grieser, outsideimages.com/Louis Vuitton Trophy